Bern - Pressekonferenz zum Angriff auf die UNRWA
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Das Observatorium für Ethik und humanitäre Gesundheit (Observatoire Ethique et Santé Humanitaire) lädt zur Pressekonferenz ein:
Warum die Unterstützung der UNRWA unerlässlich ist:
Ein letzter Appell an die Mitglieder des Ständerates
Mit:
- Nago Humbert, Direktor des Observatoire Ethique et santé Humanitaire, ehemaliger Mitarbeiter des Roten Halbmondes und der WHO in den besetzten Gebieten, Gründer von Médecins du Monde Schweiz. Professor an der Medizinischen Fakultät der Universität Montréal.
- Jean-Daniel Ruch, Diplomat, ehemaliger Botschafter der Schweiz in Israel, der Türkei und Serbien, ehemaliger Sonderbeauftragter der Schweiz für den Nahen Osten. Mitglied des Komitees des Observatoriums.
- Didier Pfirter, Ehemaliger Botschafter der Schweiz in einer Sondermission im Nahen Osten.
Aus Tel Aviv zugeschaltet:
- Niv Adi, ehemaliger Leiter der strategischen Beziehungen des israelischen Verteidigungsministerium in Europa
- Yuval Kaplinsky, ehemaliger Direktor der internationalen Abteilung des Generalstaatsanwalts von Israel, Ministerium für Justiz
- Eine Mutter einer Geisel
Am 15. Oktober wandten sich auf Initiative des Observatoire Ethique et santé Humanitaire eine Reihe an Persönlichkeiten aus dem akademischen, diplomatischen und humanitären Bereich in einem Brief an alle Gewählten des Ständerats und forderten diese auf, den Beschluss des Nationalrats umzukehren und den finanziellen Beitrag der Schweiz an das UNRWA wieder in Kraft zu setzen (siehe Anhang).
Seit Oktober hat sich die Gesundheits- und Lebensmittelversorgungslage von 2,2 Millionen Menschen, die sich im Überlebenskampf befinden, trotz des fragilen Waffenstillstands nicht verbessert und erfordert weiterhin dringende Hilfe, die nur das UNRWA leisten kann.
Wir möchten Sie daran erinnern, dass laut Angaben der FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) 96 % der Bevölkerung in Gaza unter einem hohen Grad an Ernährungsunsicherheit leidet und eine Warnung vor dem erhöhten Risiko einer Hungersnot ausgesprochen wurde.
Trotz der vom israelischen Parlament verabschiedeten Gesetze zur Beendigung der UNRWA-Tätigkeit führt das UN-Hilfswerk in Gaza weiterhin täglich rund 17.000 Arztkonsultationen in einem dezimierten Gesundheitssystem durch und ermöglicht weiterhin
50.000 Kindern im Westjordanland den Schulbesuch unter der ständigen Bedrohung eines Eingreifens der Sicherheitskräfte.
Am 18. März müssen die Ständerätinnen und Ständeräte über die finanzielle Unterstützung für das UNRWA entscheiden. Wir hoffen, dass sie eine andere Stimme hören werden als die der Regierung Netanyahu und ihrer Vertretungen in der Schweiz. Eine solche andere Stimme wird von den israelischen Teilnehmenden an unserer Pressekonferenz getragen. Wir hoffen aufrichtig, dass unsere gewählten Vertreterinnen und Vertreter aus Mitmenschlichkeit den Beitrag der Schweiz zu dieser für die Bevölkerung in Gaza und im Westjordanland unerlässlichen und unersetzlichen Agentur wieder herstellen werden. Die UNRWA bildet für viele Menschen, die in dieser humanitären Katastrophe gefangen sind und verzweifelt nach Hilfe suchen, die letzte Zuflucht.
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- Freitag, 14. März 2025 13:30




